Ökumenischer Jugendkreuzweg 2020

Epilog

Aus der Heiligen Schrift (Joh 20)


Simon Petrus ging in das leere Grab hinein. Er sah die Leinenbinden liegen und das Schweißtuch, das auf dem Kopf Jesu gelegen hatte; es lag aber nicht bei den Leinenbinden, sondern zusammengebunden daneben an einer besonderen Stelle. Da ging auch der andere Jünger, der als Erster an das Grab gekommen war, hinein; er sah und glaubte.


Meditation


Ich sehe dich. Du bist im Zentrum, Du bist die Mitte, Du bist im Licht. Ich sehe den Glanz, der Dich umgibt. Ich stehe Dir gegenüber. Ich ahne, wer Du bist, was Du bist und wo. Ich sehe Herrschaft und Herrlichkeit. Ich sehe Blut, Schweiß und Tränen.

Ich sehe den Aufrechten und Glaubenden, ich sehe den Unterdrückten und Zögernden. Ich sehe den, der empfangen wurde mit Freude und Jubel, und der bald darauf verurteilt wurde, gequält und getötet.

Ich sehe Deine Augen. Ich sehe die erschöpfte Näherin in Bangladesh, den gefolterten Christen in Afghanistan und sterbende Kindersoldaten im Kongo. Ich sehe Dich, Jesus. Leidend und mitleidend.

Ich sehe Güte. Ich sehe das Gute, das Du bist. Ich sehe das leere Grab. Ich sehe dein leuchtendes Antlitz, das Gesicht des Auferstandenen. Ich sehe, was sich spiegeln soll von Dir in mir, in meinen Augen, in meinem Leben. Denn ich bin Mensch. Ich bin geschaffen als Gottes Ebenbild. Ob ich reich bin oder arm, ob groß oder klein, dick oder dünn, weiß oder schwarz, ob ich hier lebe oder woanders – ich bin Dein.

Ich stehe Dir gegenüber. Ich sehe genau hin. Damit ich so sein kann, damit ich so Mensch werden kann, wie Du mich gemeint hast. Damit ich ein Erlöster bin. Und du mein Erlöser.


Impuls


Der Blick geht nach vorne

und alles scheint möglich,

ein neuer Anfang

und wir brechen auf.


Das, was uns belastet

und das, was wir lieben,

lassen wir los und vertrauen darauf:


Die Sonne geht auf.

Die Sonne geht unter.

Das Morgenlicht leuchtet weiter in uns.


Bis ans Ende aller Tage,

bis ans Ende dieser Welt:

Die Sonne geht auf.

Die Sonne geht unter.

Das Morgenlicht leuchtet weiter in uns.

(Miriam Buthmann)

Epilog - Mandylion

Gebet


Jesus, ich bin Deinen Weg mitgegangen. Du willst mir begegnen, meinen Weg mitgehen, Du willst mir mit Deiner Liebe Kraft geben.

Ich bitte Dich, lass mich spüren, was das heißen kann und mach mich stark für andere. Ich bitte Dich für die Erschöpften, die Geschlagenen, die Gemobbten, die Traurigen, die Einsamen, die Verletzten, die Gestorbenen und die Lebenden. Erweis dich ihnen als Mitleidender und als Auferstehung in Leid und Not. Lass sie den Glanz Deiner Liebe ahnen, schenke ihnen Deine Kraft für ihr Leben. Amen.


Christus ist auferstanden! Er ist wahrhaft auferstanden! Halleluja.

 

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